Aus der
Geschichte
Seit Jahrhunderten wird in Laupen Schule gehalten. Für das Jahr 1660 wird erstmals ein
Wanderlehrer erwähnt. Im Jahre 1806 dient im Rathaus an der Marktgasse ein Zimmer mit den
Massen 5,5 X 7,5 Meter 75 Kindern (!) als Schulstube. Lehrer Abraham Balmer bekommt 1843
zwei Tage Urlaub, um den Plan für ein neues Schulhaus an der heutigen Neuengasse zu
entwerfen. Planung à l'ancienne! 1845 wird es bezogen. Heute dient das renovierte
Gebäude als Gemeindehaus. Die Schule wächst weiter und zieht 1934 an die Mühlestrasse
in das heutige Primarschulhaus. Im Jahre 1972 wird gleichenorts das Sekundarschulhaus
eingeweiht und 1985 um Aula, Bibliothek und zwei Schulzimmer erweitert. 2000 bezieht die
Oberstufe einen zusätzlichen Mittelbau; gegenwärtig wird das Primrschulhaus umgebaut und
2003 soll das Gebäude der Oberstufe aufgestockt werden.Heute
Laupen betreut in 2 Kindergärten insgesamt 52 Kinder, darunter 4 Kinder von Kriechenwil.
Die Primarschule umfasst 12 Klassen und unterrichtet gegenwärtig 209 Kinder. Die
Oberstufe vereinigt 144 Schüler aus den Gemeinden Laupen Ferenbalm, Kriechenwil und
Neuenegg in 8 Klassen und ist gemäss Modell 3 (Manuel) strukturiert. An der 9. Klasse
wird seit dem Schuljahr 2001/02 im Rahmen des kantonalen Projekts "9. Schuljahr" zwischen
obligatorischen Fächern und Wahlfächern unterschieden und so den Neigungen der
Schülerinnen und Schüler vermehrt Rechnung getragen. Auf den gymnasialen Unterricht
verzichtet die Oberstufe Laupen wegen der Stadtnähe und der zu geringen Grösse. Ab dem
Jahre 2003 sollen die beiden Schulkommissionen zu einer einzigen Behörde zusammengefasst
und so die Einheit der Schule betont und gefördert werden. Die Schule Laupen ist im
Umbruch. Altgediente Lehrkräfte treten ab und junge Kräfte versuchen mit neuem Schwung
die Idee der Volksschule ins neue Jahrhundert zu retten. |
Zwei Tage, so wird berichtet, habe Lehrer Abraham Balmer
seinerzeit Urlaub bekommen, um die Pläne für das Schulhaus zu zeichnen, das, 1845
eingeweiht, der Gemeinde nun schon seit Jahrzehnten diente. Inzwischen vermochte es
freilich die Schülerschar kaum mehr zu fassen. Ausserdem war, infolge der Entwicklung von
Verkehr und Gewerbe, auch der Standort recht ungünstig geworden: Von der Vorderseite her
beeinträchtigte Strassenlärm und von hinten die Sensetalbahn mit ihrem Güterumschlag
den Unterricht; auf der einen Seite kreischte die Freiluft-Eisensäge einer mechanischen
Schlosserei, und auf der anderen quietschten die in einer Metzgerei zur Schlachtbank
geführten Schweine.

1923: die Unterklasse mit ihren Lehrern Egger und Peytrignet
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