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Einführung der einfache Satz Subjekt und Prädikat die
Objekte
die
Adverbiale
die Umstellprobe
die
Attribute
Übersicht

 

Einführung

 

Als Satzglieder werden Teile eines Satzes bezeichnet, die folgende Bedingungen erfüllen:
1. Sie sind mit einer Satzgliedfrage erfragbar, normalerweise vom Prädikat aus.
2. Sie sind innerhalb eines Satzes verschiebbar.
3. Sie sind durch andere gleichwertige Ausdrücke ersetzbar:

Satzglieder können einfache Wörter, Wortgruppen oder auch Nebensätze, die dann
Gliedsätze genannt werden, sein:

Beispiel:

Vater

schenkt

dir

morgen

ein neues Fahrrad

Ich

kaufe

der Mutter

am Freitag

etwas Schönes

Die Kinder

geben

den Eltern

nächsten Sommer

ihr Taschengeld

Subjekt

Prädikat

Dativobjekt

Temporaladverbiale

Akkusativobjekt

Wer?

tut was?

Wem?

Wann?

Wen oder was?

==>Die einzelnen Teile sind abfragbar, sind durch längere Ausdrücke oder einfache Wörter ersetzbar.

 


Kleine Wiederholung bis hier:

  1. question.gif (8366 Byte)Welches sind die Merkmale der Satzteile ? Es sind deren drei: Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort
  2. question.gif (8366 Byte)Woraus können Satzteile bestehen ? Drei Antworten solltest du geben können. Fahre auch hier mit der Maus auf Antwort

 

Der Satz   ist die kleinste zusammengehörende Redeeinheit. Er besteht in der Regel aus
mehreren Satzbausteinen.

Diese Satzbausteine müssen sprachlich und logisch aufeinander bezogen sein, so dass sich
eine sinnvolle Aussage ergibt.

Ein vollständiger Satz besteht mindestens aus zwei Satzbausteinen:

 

 

SUBJEKT+PRÄDIKAT

 

Kleine Wiederholung

  1. question.gif (8366 Byte)Aus welchen beiden Bausteinen besteht der kürzest mögliche Satz? Es sind deren zwei: Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort

Ein SUBJEKT antwortet auf die Fragen: WER? oder WAS? Darauf antworten:
1. Ein Pronomen, Nomen oder Numerale im Nominativ: Sie / Die Frauen / Zwei aßen Lachs.
2. Ein einfacher oder erweiterter Infinitiv, »Zu träumen ist keine Sünde«, oder eine Partizipialgruppe,
»Gut gewettet ist halb gewonnen.«
3. Ein Gliedsatz: »Wer schläft, sündigt nicht

Zusammengesetzte Ausdrücke, wie z.B. »Ich und du«, gelten als EIN Subjekt!

 

An sich hat ein Satz nur ein Prädikat. Dieses antwortet in erster Linie auf die Fragen:
»
Was tut das Subjekt? Was geschieht?« Das Prädikat wird durch Verben repräsentiert.
Was tut die Mutter? Mutter bäckt Kuchen. Ilse hat ihn aufgegessen.

 

Kleine Wiederholung

  1. question.gif (8366 Byte)Wie erfragst du das Subjekt?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort
  2. question.gif (8366 Byte)Wie erfragst du das Prädikat?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort
  • eine Übung zum Bestimmen des Subjekts

  • eine andere Übung zum Bestimmen des Subjekts

Zum Beispiel ein einfacher Aussagesatz

MARCEL

SCHLÄFT

Subjekt Prädikat

 

Stellt man das Prädikat an den Satzanfang, ergibt sich ein einfacher Fragesatz:

SCHLÄFT MARCEL ?

Benutzt man das Verb des Prädikats in seiner Befehlsform (=Imperativ), ergibt sich ein
Aufforderungs- oder Befehlssatz:

SCHLAF, MARCEL !

Merke:   Man unterscheidet also drei Arten von Sätzen:

Aussagesätze

Fragesätze

Befehlssätze

 

Kleine Wiederholung

question.gif (8366 Byte)Welche drei Arten von Sätzen gibt es?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort

  • eine Lückentextübung zu den 3 Satzarten

 

 

Oft reichen SUBJEKT und PRÄDIKAT allein noch nicht, um einen sinnvollen Satz zu bilden -
der Satz bleibt dann unvollständig:

  MARTINA HÖRTE

Hier bleibt die Frage offen, wen oder was Martina denn hörte! Hörte sie Radio? Oder ihre neueste CD?

Vielleicht die Stimme eines Rocksängers?

So ist diese Aussage jedenfalls völlig unbefriedigend - es fehlt noch eine wesentliche Information.

Diese Information liefert das OBJEKT .

MARTINA

HÖRTE

EINEN HILFERUF.

Subjekt Prädikat Objekt

 

 

Merke:   Es gibt Verben, die als Prädikat im Satz unbedingt noch eine Ergänzung benötigen,
um eine sinnvolle Aussage zu bilden.

Diejenigen Verben, die eine Ergänzung, ein Objekt, im Akkusativ  (4. Fall)  benötigen,
nennt man transitive Verben.

Nichttransitive Verben  sind alle anderen Verben, die kein Objekt im Akkusativ brauchen,
zum Beispiel:   bellen,  schlafen,  laufen,  blühen,  leuchten,  brennen,  telefonieren

 

Kleine Wiederholung

question.gif (8366 Byte)Was sind transitive Verben?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort

question.gif (8366 Byte)Was sind intransitive Verben?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort

  • eine Übung zum Bestimmen der intransitiven Verben

 

Wir unterscheiden 4 Arten von Objekten:

  • das AKKUSATIVOBJEKT . (Frage: WEN, WAS?)

MARTINA

HÖRTE

EINEN HILFERUF.

Subjekt Prädikat Akkusativobjekt

 

  • eine Übung zum Bestimmen des Akkusativobjekts


  • das DATIVOBJEKT . (Frage: WEM?)

MARTINA

SCHENKTE

DEM HILFERUF

KEINE AUFMERKSAMKEIT.

Subjekt Prädikat Dativobjekt  
  •  eine Übung zum Bestimmen des Dativobjekts

  •  eine Übung zu Endungen von Dativobjekten

  •  eine Übung zum Unterscheiden von Dativ- und Akkusativobjekt

  •  Übung zum Unterscheiden von Dativ- und Akkusativobjekt (einen oder einen?

  •  eine  Übung zum Unterscheiden von Dativ-und Akkusativobjekten


  • das GENITIVOBJEKT . (Frage: WESSEN?)

MARTINA

ERINNERTE SICH

DES HILFERUFS.

Subjekt Prädikat Genitivobjekt
  •  compiman.gif (5517 Byte)eine Übung zum Bestimmen des Genitivobjekts

 

  • das PRÄPOSITIONALOBJEKT .
    (Frage:
    PRÄPOSITION + Fragewort)
     

MARTINA

ERINNERTE SICH

AN EINEN HILFERUF.

Subjekt Prädikat Präpositionalobjekt
  •  compiman.gif (5517 Byte)eine Übung zum Bestimmen des Präpositionalobjekts

 

Kleine Wiederholung

question.gif (8366 Byte)Welche vier Arten von Objekten gibt es?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort
question.gif (8366 Byte)Wie erfragst du das Akkusativobjekt?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort
question.gif (8366 Byte)Wie erfragst du das Dativobjekt?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort
question.gif (8366 Byte)Wie erfragst du das Genitivobjekt?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort
question.gif (8366 Byte)Wie erfragst du das Präpositionalobjekt?  Überlege dir die Antwort, und dann überprüfst du sie, indem du hier mit der Maus hinfährst:  Antwort

 

 

 

Diese Aussage  "Martina hörte einen Hilferuf"   kann man nun noch durch weitere Informationen
vervollständigen:

 

MARTINA

HÖRTE

AM  SEEUFER

EINEN HILFERUF.

Subjekt Prädikat Lokaladverbiale Akkusativobjekt

Hier erfährst du zusätzlich,  wo   Martina diesen Hilferuf  hörte.  Es handelt sich also um eine

  • Umstandsbestimmung des Ortes. (Adverbiale des Ortes, Lokaladverbiale)

 

 

 

MARTINA

HÖRTE

HEUTE MORGEN

EINEN HILFERUF.

Subjekt Prädikat Temporaladverbiale Akkusativobjekt

Dieser Satz enthält auch noch die Information,  wann   sich das Ereignis abgespielt hat.  Es ist eine

  • Umstandsbestimmung der Zeit (Adverbiale der Zeit, Temporaladverbiale).

 

 

 

 

MARTINA

HÖRTE

BEIM JOGGEN

EINEN HILFERUF.

Subjekt Prädikat Modaladverbiale Akkusativobjekt

Hier erfährst du zusätzlich,  wie (unter welchen Umständen)   Martina diesen Hilferuf  hörte. 
Es handelt sich also um eine

  • Umstandsbestimmung der Art. (Adverbiale der Art, Modaladverbiale)

 

 

 

MARTINA

HÖRTE

PER ZUFALL

EINEN HILFERUF.

Subjekt Prädikat Kausaladverbiale Akkusativobjekt

Hier erfährst du zusätzlich,  warum Martina diesen Hilferuf  hörte.  Es handelt sich also um eine

  • Umstandsbestimmung des Grundes. (Adverbiale des Grundes, Kausaladverbiale)

 

 

 

Will man einen Sachverhalt besonders hervorheben,  so stellt man den entsprechenden Satzbaustein
an den Satzanfang:

Heute Morgen   hörte    Martina   am Seeufer    einen Hilferuf.

Am Seeufer   hörte    Martina   heute Morgen    einen Hilferuf.

Einen Hilferuf   hörte   Martina   heute Morgen   am Seeufer.

 

 

Durch solche Umstellprobenfindet man auch noch heraus, welche Worte zusammen
einen Satzbaustein bilden - sie lassen sich bei der Umstellprobe nicht sinnvoll voneinander trennen. 

In diesem Beispiel bleiben immer zusammen   "heute Morgen",    "am Seeufer",  und   "einen Hilferuf".

 

 

 

 

Weitere sinnvolle Ergänzungen könnten zum Beispiel sein:

Martina hörte heute Morgen am Seeufer    einen gellenden  Hilferuf.

Martina,  meine beste Freundin ,  hörte...

Martina hörte am Seeufer den Hilferuf  eines ertrinkenden Kindes.

Bei allen drei Beispielen erfahren wir Genaueres, etwas wird uns umschrieben.

Was für ein Hilferuf ? > ein gellender Hilferuf.

Was für eine Martina ? > meine beste Freundin

Was für einen Hilferuf ? > den Hilferuf eines ertrinkenden Kindes.

Wir nennen diesen Satzteil, der auf die Frage "was für ein" antwortet, Attribut.

 

 

 

Jetzt nehmen wir unseren Beispielsatz bis zum Gehtnichtmehr auseinander.

  • Martina,  meine beste Freundin,  hörte  heute Morgen  am Seeufer  den gellenden Hilferuf  eines ertrinkenden Kindes.
     
     

    Subjekt:    Wer oder was   hörte heute ... den gellenden Hilferuf  eines ertrinkenden Kindes?

                     Antwort:    Martina   > "Martina"  ist hier also das Subjekt.

    Prädikat: Was wird von Martina ausgesagt ?

                    Antwort:   Martina  hörte ...  >  "hörte"  ist also Prädikat.

    Objekt:     Wen oder was  hörte Martina?

                     Antwort:   den gellenden Hilferuf...     >  "Hilferuf"  ist also Akkusativobjekt.

                     Dieses Akkusativobjekt besteht aus drei Worten, es handelt sich also um eine
                     Objektgruppe, bestehend aus
                                                                  * dem bestimmten Artikel  "den",
                                                                  * dem eigentlichen Objekt "Hilferuf"  (ein zusammengesetztes Nomen).
     

    Attribute:    Wie ist der Hilferuf beschaffen?

                       Antwort:   er ist  "gellend"   >   "gellend"  ist also ein Attribut zum Bezugswort "Hilferuf"
                                                                                   (es beschreibt das Bezugswort näher).

                      Wessen   Hilferuf hörte Martina?

                       Antwort:   (den Hilferuf)  eines ertrinkenden Kindes   >    "eines ertrinkenden Kindes"  ist
                                      also eine weitere Erklärung des Bezugswortes "Hilferuf".
                                      Diese Erklärung ist nachgestellt (folgt  hinter dem Bezugswort)

    und steht im Genitiv -
                                      es handelt sich also um ein  Genitiv-Attribut,
                                      bestehend aus
                                                                 * dem unbestimmten Artikel  "eines",
                                                                 * dem Partizipial-Attribut  "ertrinkenden" (vom Verb "ertrinken")
                                                                 * dem Nomen  "Kindes".
     
     

    Umstandsbestimmungen:

                    Wo   hörte Martina... ?

                     Antwort:   am Seeufer    >  "am Seeufer" ist also Umstandsbestimmung des Ortes,  bestehend aus
                     der Präposition "am" und dem zusammengesetzten Nomen "See+Ufer".

                    Wann   hörte Martina... ?

                     Antwort:   heute Morgen   "heute Morgen" ist also Umstandsbestimmung der Zeit,
                     bestehend aus
                                                                 * dem Adverb  "heute",
                                                                 * dem Nomen  "Morgen"

    Apposition:    Zu "Martina" erhalten wir   >vom Satz abgetrennt durch Kommata<  
    noch eine genauere Erklärung:
                  "meine beste Freundin".   >  "meine beste Freundin" ist also eine Apposition,
                  bestehend aus
                                                      * dem Possessiv-Pronomen  (besitzanzeigendes Fürwort)  "meine" ,
                                                      * dem Attribut  "beste",
                                                      * dem Nomen  "Freundin".

     

  • hpheader3.gif (8635 Byte) ein Kreuzworträtsel zur Teminologie der Satzglieder

  • hpheader3.gif (8635 Byte) ein Kreuzworträtsel zu den Fragen nach den Satzgliedern

 

Überblick

 

sg.gif (10066 Byte)

 

Satzglied

andere Bezeichnung

Frage

was dieses Satzglied macht

Beispiele

Satz
aussage

P

Prädikat 

(lat. =das Voraussagende)

 

was tut das Subjekt?

was geschieht in dem Satz?

Sagt uns, was in dem Satz geschieht; beschreibt die Handlung; was wird vom Subjekt in diesem Satz ausgesagt

immer ein Zeitwort

Lotte liest einen Roman. Sie hat das Buch aus der Hand gelegt. Ihr Mann kaufte ihr ein zweites Buch. Sie wird es bald
lesen.
Satz-
gegenstand

S

Subjekt 

(lat.= das Zugrundeliegende)

 

wer oder was tut etwas? Die Person, der Gegenstand, der im Satz etwas tut); meist Hauptwort oder Fürwort(immer im 1. Fall) Lotte liest einen Roman. Sie hat das Buch aus der Hand gelegt. Ihr Mann kaufte ihr ein zweites Buch.
Ergänzung
Objekt
Satzergänzung,

Objekt 

(lat.=das Entgegengesetzte)

 

ergänzt des Zeitwort; Satzglied, das den Satzinhalt genauer faßt oder vom Zeitwort gefordert wird Lotte liest einen Roman. Sie hat das Buch aus der Hand gelegt. Ihr Mann kaufte ihr ein zweites Buch.

O2 im 2. Fall Genitiv

 

wessen
Prädikat
Subjekt?
kommt sehr selten vor! In der "gehobenen" Sprache! Sie gedachte ihres Mannes. Sie erfreute sich des Lesens.

O3 im 3. Fall Dativ

 

wem
Prädikat
Subjekt?
meist vom Zeitwort gefordert; wenn diese Ergänzung fehlt, bleibt der Satz unklar Lotte verzeiht ihrem Manne. Sie kam öfter zu ihm. Das Kind half dem Mann. Er erzählt es ihm.

O4 im 4. Fall Akkusativ

 

wen oder was
Prädikat
Subjekt?
meist vom Zeitwort gefordert; wenn diese Ergänzung fehlt, bleibt der Satz unklar Lotte legte das Buch auf den Tisch. Der Papagei ließ seine Karotte fallen. Er erzählt es ihm.
Beifügung

B

Attribut 

(lat.= das Beigefügte)

wie?

wessen ? ist es?

für wen?

einem Satzglied beigefügt, bestimmt dieses genauer; meist ein Eigenschaftswort; auch Hauptwort im 2. oder 4. Fall Lotte liest einen langen Roman. Jetzt liegt das Buch der Frau auf dem alten Tisch. Alles ist für die Katze. Sie holt das neue Buch ihres Mannes.

Umstands-
bestimmung

 

UO, UZ, 

UAW, UG

Adverbiale Bestimmung

(lat. =zum Wort dazugehörend)

wo, wann, wie und warum geschieht es?  sagt uns, unter welchen Umständen (Ort, Zeit, Art und Weise, Grund) in einem Satz etwas geschieht(vergleiche Wortarten: Umstandswörter); die meisten Eigenschaftswörter können dafür verwendet werden Das Licht leuchtete in dem Häuschen. Am Abend geschah es dann! Als Räuber verkleidet kam ihr Mann. Sie zu küssen kam er! Wild stürmte er herein. Sie war fast fertig. "Wie spät ist es?" fragte er außer Atem. Er küßte sie heftig