Louis XIV

 

 

 
   
 
 
Hyacinthe Rigaud, der früh zur Halbwaise väterlicherseits wurde, entstammte einer Malerfamilie und wurde daher im Alter von 14 Jahren nach Montpellier zur Malerausbildung zum wenig bedeutenden Maler Pezet geschickt.

Im Jahre 1681 siedelte Rigaud nach Paris über, wo er an der Académie royale anfangs noch im Historienfach tätig war. Seine ersten Aufträge erhielt Rigaud aus dem Finanzbürgertum und dem Amtsadel. Die dabei geschaffenen Bildnisse verschafften Rigaud erhebliches Ansehen, sodass er 1688 vom Bruder des Königs Philipp I. von Orléans, mit einem Porträt beauftragt wurde, dessen einschlagender Erfolg ihm nun auch die Türen zum Hochadel, zum hohen Klerus und zur Krone öffneten. 1689 porträtierte er den Sohn von Philipp I., der nach dem Tode des Königs Ludwig XIV. als Herzog von Orléans Regent für den späteren Ludwig XV. wurde. Sein wohl bekanntestes Werk ist das große Paradebildnis Ludwig aus dem Jahre 1701 ; es wurde wie die meisten Staatsbildnisse mehrfach kopiert. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

1.92m   x 2.77m

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rahmenmalerei

 

Die Bühne:
Der Thron wird mit ihr noch mehr erhöht. Louis XIV erscheint so wie ein Tänzer auf der Bühne
Das Relief:
Es zeigt die griechische Gottheit Themis, die Göttin der Gerechtigkeit, sie trägt eine Waage und ein Schwert
Die Säule:
Ist ein Element der Architektur von Palästen. Sie vergrössert die Macht des Königs und ist ein Symbol für Stabilität und Sicherheit
Der Thron:
Er symbolisiert die Macht
Der Vorhang:
Er dient als Rahmen des Bildes und bringt den König zur Geltung
Die Farben:

blau: Seit dem 11. Jh. ist das Lilienblau mit der Reinheit assoziiert.

weiss: Das Weiss ist die Farbe der Monarchie und zugleich das Licht, das auf den Sonnenkönig scheint

gold: Gold ist das Symbol des Reichtums

rot: Purpurrot ist die Farbe der Macht seit der Antike

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Aufbau

  • Das Portrait zeigt den König für die Ewigkeit und will nicht einen schon älteren Herrn darstellen.
  • Der König ist allein in der Mitte des Bildes und füllt nahezu den ganzen Raum aus.
  • Seine Haltung erinnert an die eines Tänzers.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die königlichen Insignien

Die Kette und der Orden:
Goldkette und Orden des Heiligen Geistes. Symbol der Heiligkeit des Trägers
Die Krone:
Symbol des Herrschers durch die Gnade Gottes
Die Lilie:
Ist das Symbol der Macht Gottes. Die 3 Blätter symbolisieren die Dreifaltigkeit, also Vater, Sohn und Heiligen Geist.
Das Zepter:
Der Träger ist von Gott auserwählt worden, um die anderen zu führen.
Das Schwert:
Schützt die Gläubigen und garantiert die Gerechtigkeit. Das gleiche Schwert trug schon Karl der Grosse.
Die Hand der Gerechtigkeit:
besteht aus einem goldenen Stab mit einer elfenbeinernen Spitze. Symbolisiert die königliche und göttliche Gerechtigkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die Kleidung

Der Mantel:
Der Hermelinmantel macht aus dem Träger ein heiliges Wesen
Der Handschuh:
Symbolisieren die Reinheit, die Entscheide des Trägers sind heilig und rein.